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Sind Passivhäuser wirtschaftlich?

Nutzen Sie das im Schnitt 2 % günstigere KFW-Darlehen für Passivhäuser
Angesichts der stark steigenden Energiekosten von durchschnittlich 22%/Jahr wird es immer attraktiver ein Passivhaus zu bauen.

Sie erhalten für den Bau eines Passivhauses bei der KfW ein Darlehen über 50.000,- € zu einem bis zu ca. 2% günstigeren Zinssatz.

Die häufig anzutreffende Bemerkung "Passivhäuser seien zu teuer" trifft nicht zu. Ganz im Gegenteil: ein Passivhaus kostet von Anfang an nicht 1 Cent mehr - nur gewusst wie!

Eine Analyse am Beispiel eines Einfamilienhauses
Quelle: Passivhausinstitut

„Im Vergleich zu einem normalen Niedrigenergiehaus müssen folgende Details besser ausgeführt werden:

  • Außenwanddämmung auf 300 mm erhöhen
  • Dach: Aufsparren-Dämmung 140 mm, plus 25 cm Zwischensparrendämmung,Wärmeleitfähigkeit 0,035 W/(mK).
  • Bodenplatte: statt insg. 120 mm nun 250 mm PS-Platten auf der Betonplatte mit Wärmeleitfähigkeit 0,035 W/(mK).
  • Die Fenster werden anstelle der ursprünglichen 2-Scheiben-Verglasungen mit 3-Scheiben-Wärmeschutzverglasungen in einem Passivhaus geeigneten Rahmen ausgeführt. Dadurch reduziert sich der Fenster-U-Wert auf im Mittel 0,75 W/(m²K) inkl. der Einbauwärmebrücke. Der mittlere g-Wert der Verglasungen beträgt 0,54.
  • Es wird eine moderne Passivhaus geeignete Lüftungs-Anlage mit effektivem Wärmebereitstellungsgrad von 92% eingesetzt.

Mit den gerade beschriebenen Detailverbesserungen wird der Passivhausstandard bereits erreicht. Ferner entfallen die Heizkörper - das Kompaktgerät liefert die Wärme direkt in die Zuluft; nur im Bad im OG gibt es noch einen Heizkörper, um dort schnell Badezimmertemperaturen erreichen zu können.”


  Investition und Einsparung für ein
  Passivhaus (149 m²) - Vergleich für die ersten Jahre

  Zusatzinvestition* im Vergleich zu
  einem Standardhaus 15 000 €
  €/Jahr  
  zusätzlicher Kapitaldienst im
  ersten Jahr (Bank)
  +945  
  Entlastung durch Zinsförderung
  (1. Jahr)
  (KfW ESH40/Passivhaus)
  -880  
 
  Bei einer Heizenergieeinsparung
  von 11000 kWh/a:
 
  Heizenergiekosteneinsparung
  bei 65 Ct/Liter H-Öl
  -715  
  Zusätzliche Stromkosten Lüftung
  bei 18 Ct/kWh
  +75  
 
  Ergebnis: Verringerung der
  Belastung in den ersten Jahren
  585  

* Beispiel. Die Investition kann auch geringer sein.
 

Was kostet das?
Die bessere Wärmedämmung erfordert mehr Dämmstoff und seine Anbringung, die besseren Fenster eine beschichtete Scheibe mehr und einen gedämmten Fensterrahmen, die Wärmerückgewinnung ein Luftkanalnetz:

  • Mehrinvestition Wärmedämmung Wand, Dach, Bodenplatte 4.800 €
  • Mehrinvestition Passivhausfenster 5.400 €
  • Mehrinvestition Lüftung mit Wärmerückgewinnung 5.200 €
  • Minderinvestition kleinerer Öltank, Kessel; Heizkörper und Verteilleitungen entfallen, stattdessen Nachheizregister: -1.400 € (den zusätzlichen nutzbaren Raum rechnen wir nicht)
  • Summe aller zusätzlichen Investitionskosten 14.000 €

Bemerkung: alle Mehrinvestitionen stellen einen Mehrwert d.h. somit auch eine höhere Qualität der Gesamtinvestition dar. Passivhäuser werden in Zukunft gegenüber anderen Immobilien an Wert zulegen!
Um auf der sicheren Seite zu bleiben, werden für die weitere Rechnung 15.000 € zusätzliche Investitionen angenommen. Dafür ist der Passivhaus-Standard bei einem Einfamilienhaus auf jeden Fall zu schaffen. Das sind etwa 8% der durchschnittlichen gesamten Baukosten für ein solches Haus in Deutschland.

Wie finanzieren?
Nehmen wir an, das Eigenkapital ist erschöpft und die Mehrinvestition muss durch einen höheren Hypothekenkredit finanziert werden. Bei 4,7% Zins und 1,6% Tilgung bedeutet dies eine Kapitaldienst-Mehrbelastung von jährlich 945 €.

Wenn ein Passivhaus gebaut wird, kann der Bauherr allerdings den zinsvergünstigten Kredit der KfW "Ökologisch Bauen" für das ESH 40/Passivhaus mit 100% Auszahlung und nur 2,10% Zinsen wahrnehmen (Stand Ende April 2006). Es gibt 50.000 € je Einheit - in diesem Fall für ein Einfamilienhaus. Die Minderbelastung durch die geringeren Zinsen beträgt in den ersten Jahren jährlich rund 880 €! Damit wird die jährliche Kostenbelastung durch die "Mehrinvestitionen" im hier behandelten Beispiel bereits fast vollständig ausgeglichen.

Es kommt nämlich noch besser: Statt ungefähr 13.300 kWh Heizöl oder Erdgas werden im Passivhaus nur noch ca. 2.290 kWh Brennstoff für Heizung und 350 kWh Strom für die Lüftung gebraucht. Das spart noch einmal Jahr für Jahr 715 € ein - bei den heutigen Brennstoffkosten, während der Strom der Lüftungsanlage ca. 65 €/a kostet.

Lohnt sich das?
Mit dem Bau eines Passivhauses reduzieren sich die Kostenbelastungen gegenüber einem "Normalhaus" nennenswert. Sogar dann, wenn sich die Energiekosten nicht noch weiter erhöhen. Der Passivhaus-Standard ist somit wirtschaftlich attraktiv. Und: der Bauherr eines Passivhauses gewinnt noch ein paar Dinge mehr.“






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