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Zugluft kostet Geld

Gute Winddichtung – das sollte bei keinem Haus fehlen!

Am Fraunhofer Institut für Bauphysik wurde folgender Versuch durchgeführt:

Bei einer Dämmfläche von 1 m² und einer Dämmstärke von 14 cm bewirkt eine Fuge von mit einer Länge von 1 m und einer Breite von 1 mm (Millimeter!) in der Luftdichtung (Folie) bei Normalklima und einem geringen Luftdruckunterschied zwischen innen und außen, dass über diese Fuge 4,8 mal mehr Wärme verloren geht als über die gesamte Dämmfläche. Der sogenannte U-Wert sinkt von 0.3 auf 1.44 W/m²K.

Oder anders ausgedrückt: Bei einem Raum unter Dach mit zwei Außenwänden ergibt sich bei Luftdichter Ausführung ein Energieverbrauch je Winter von ca. 1.550 kWh bzw. 155 l Öl oder 155 m³ Erdgas. Befindet sich bei einer Windstärke von 2-3 im Dach eine durchgehende Fuge von 2 mm und in der Wand ein undichtes Fenster, mit umlaufend 2 mm Fuge, steigt der Energieverbrauch je Winter auf ca. 2.500 kWh bzw. 250l Öl oder 250 m³ Erdgas. Das ist eine Steigerung um 60 %!

 

Fugen diese Größenordnung kommen bei einem gewöhnlichen Haus leicht zustande. Häufig verteilen sie sich aber. Hier kann daher nur der sogenannte
Blower-Door-Test (siehe Abbildung) Abhilfe schaffen. Dieser Test muss bei jedem Haustyp – auch bei Niedrigenergiehäusern – durchgeführt werden.

 
Keine Angst vor Luftknappheit!
In einem „dichten“ Haus braucht man keine Angst vor Luftknappheit haben – auch nicht, wenn die – hoffentlich vorhandene – Lüftungsanlage abgeschaltet wird. Infolge der Restundichtigkeiten – und die gibt es immer! – strömt auf natürliche Weise für normale Tätigkeiten immer hinreichend frische Luft von außen in das Gebäude ein.
 
 
Wenn man von Undichtigkeit der Gebäudehülle spricht, so meint man stets, dass viel zuviel kalte Luft ungewollt in das Gebäude strömt bzw. warme Luft das Gebäude verlässt – und das kostet Ihr Geld!

Hier finden Sie mehr zum Thema Lüftung.





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