Behaglichkeit

energyHAUS p.e.- 15 Jahre Passivhäuser für die Region Braunschweig!

Energieeinsparung wird häufig mit Verzicht an Komfort gleichgestellt.

Das Gegenteil entspricht der Realität. Ein gut gedämmtes Haus schafft erst eine richtige Wohlfühlatmosphäre und das hat physikalische Gründe.

Der menschliche Körper empfindet Wärme als das arhythmetische Mittel aus der mittleren Wand-, Decken-, Fenster- und Bodenstrahltemperatur und der Lufttempertur.

 

 

Angenehme Raumtemperaturen

Mehr Behaglichkeit dank richtiger Temperaturen.
In den eigenen vier Wänden fühlt man sich bekanntlich am wohlsten. Wie behaglich man es empfindet, wird entscheidend von der richtigen Raumtemperatur bestimmt. Die Behaglichkeit ergibt sich aus der Kombination aus dem individuellen Temperaturempfinden der Bewohner, ihrem Tagesrhythmus und der Regelungstechnik, die für die richtige Wohlfühltemperatur sorgt. Die persönliche Wohlfühltemperatur kann – abhängig von der jeweiligen Situation – um bis zu sieben Grad schwanken. Das größte Wärmebedürfnis hat der Mensch im absoluten Ruhezustand.
 
 
 
Hier findet er im Durchschnitt eine Temperatur von 24° C am behaglichsten, während jemand, der schwer körperlich arbeitet, dies am besten bei 17° C erledigt. Da die meisten Menschen zu Hause aber eher leichte Arbeit verrichten oder sich beim Fernsehen oder Lesen nur wenig bewegen, liegt die Wohlfühltemperatur in Wohnräumen zwischen 20° C und 22° C. Für die Hauptnutzzeiten im Bad wiederum bietet sich eine Temperatur von 23° C an, während sie im Schlafzimmer, wo man unter der wärmenden Bettdecke liegt, zwischen 16° C und 18° C betragen kann.
 
 
Doch wie erreicht man bei einem guten Hauskonzept diese Behaglichkeit?

Zum einen durch eine sehr gute Luftqualität im gesamten Haus. Hierzu mehr unter Lüftung. Doch das ist nur der erste Schritt. Der zweite, noch wichtigere Schritt, wird erst durch die gute Qualität der Gebäudehülle erreicht. Ob man in Holz oder massiv baut, spielt hierbei eine untergeordnete Rolle. Wichtiger noch als die reine Raumtemperatur ist die Raumstrahltemperatur. Denn die tatsächlich empfundene Raumtemperatur setzt sich  zusammen aus dem Mittelwert von Strahlungstemperatur der Wandoberflächen und der tatsächlichen Lufttemperatur. So kann man sich z.B. unwohl fühlen, wenn die Raumtemperatur bei 22° C liegt, jedoch die Wände bzw. Fenster kalt abstrahlen. Umgekehrt kann es das Wohlbehagen steigern, wenn die Raumtemperatur nur bei 19° C liegt, jedoch die Raumoberflächentemperaturen bei 20-21° C. Die Wand strahlt dann warm ab. Zur Erhöhung der Wandtemperatur gibt es verschiedene Heizungskonzepte: Wandeinbauheizungen etc.. Besser und erheblich energiesparender wäre es, wenn auf natürliche Weise eine hohe Wandoberflächen- und Fußbodenoberflächen­temperatur erreicht wird. Dies ist nur möglich, wenn  der Baukörper sehr gut eingepackt wird. Hier beginnt das Prinzip des sogenannten „Passivhauses“.